Geschichte

Der bayerische Kurfürst Maximilian I. gründet das Hofbräuhaus Traunstein

1612 - Die Geburt

Dem bayerischen Herzog und späteren Kurfürsten, Maximilian I., mit dem Beinamen der Große, war der große Bierdurst seiner Traunsteiner Untertanen nicht verborgen geblieben und er gründete dort ein Weißes Bräuhaus, das 1612 fertiggestellt wurde und mit dem Ausschank begonnen hatte.

Die Saline Traunstein, die damals entstand, führte dann einen raschen Aufschwung der landesherrlichen Brauerei herbei, denn die Salzleute hatten durstige Kehlen. Das traditionsreiche “Traunsteiner Hofbräuhaus” führt immer noch das alte kurfürstliche bayerische Wappen. Mit Löwen und weißblauen Rauten als Symbol. Im bayerischen Hauptstaatsarchiv in München wird die Gründungsurkunde und das historische Schrifttum aufbewahrt.

Für den Wittelsbacher Herrscher Maximilian I., der das Weißbiermonopol beanspruchte, erbrachte das neue “Weiße Preyhaus” Einnahmen zum Ausgleich des Etats und zum Abtragen der Schuldenlast, die er als Erbschaft von seinem Vater übernommen hatte.

Als sittenstrenger Herrscher erließ Maximilian trotz des finanziellen Nutzens aus dem Weißbier Edikte gegen “üppige Gastereien” der bäuerlichen Bevölkerung und gegen übermäßigen Wein- und Biergenuß.

Maximilian erließ damals eine Schützenordnung und führte wegen der drohenden Türkengefahr das allgemeine Ziel- und Scheibenschießen ein. Der beste Schütze bekam als Preis eine lederne Hose, zu der der Rat der Stadt Traunstein das “Hosengeld” beisteuerte.